Dienstag, 8. November 2016

Warum knallt es so oft in Berlin?

In Berlin knallt es öfter, meistens nachts. Seltsam, ja. Ich hatte das auch schon mal hier erwähnt, wie ich gerade sehe (in meinem preisgekrönten Posting "Der große Knall"). Ist schon länger so. Manchmal hab ich den Eindruck, dass das Schüsse sind. Man hat es ja, insbesondere, wenn man noch gedient hat, doch irgendwie im Blut bzw. im Hinterkopf, wie sich Schüsse anhören. In den letzten Wochen bin ich zwei Mal mitten in der Nacht aufgewacht, das muss so gegen 4 Uhr gewesen sein, weil es in kurzer Folge mehrmals geknallt hat. Es hörte sich an wie ein kurzer Feuerstoß oder drei schnelle Schüsse Einzelfeuer aus einer automatischen Waffe. Die Häuser verstärken natürlich solche Geräusche, so dass man richtig hochschreckt. Wer oder was das wohl sein mag? Scheint aber niemand Anstoß zu nehmen, jedenfalls hab ich nirgendwo gehört, dass das ein Aufreger wäre. Taugt wohl nicht als Empörung, solange keiner einen Böller direkt vors Kanzleramt wirft.
Man will ja auch glauben, dass es nur harmlose Böller sind. "I want to believe" - das stand ja damals auch auf diesem UFO-Poster, das im Büro von Agent Mulder hing. Ja, die gute alte Zeit der X-Akten. Ich will (daran) glauben, muss mir aber noch Mühe geben ...

Donnerstag, 3. November 2016

So sieht das aus

Nämlich so und nicht anders. Der Herbst kann ja auch eine tolle Jahreszeit sein.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Lost in Transition

Immer interessant, am eigenen Leibe zu erleben, wie Konzerne ihre Prozesse so weit verschlanken können, dass sie ihren eigenen Kundenbestand herunteroptimieren. Die Abschaffung der Kunden als höchste Stufe der Rationalisierung.

Umstellung von Simyo zu Blau.de (Mobilfunk): Da beide Marken zum selben Konzern Telefónica gehören, hat man sich offenbar Synergien aus der Zusammenlegung der Kunden- und Vertragsbestände versprochen. Der realisierbare Wert dieser Synergieeffekte wird wohl den Markenwert von Simyo übersteigen. Der Goodwill von Simyo wird somit komplett abgeschrieben, Kunden- und Vertragsbestände werden von der anderen Konzernmarke übernommen.

Simyo wird abgeschafft, und alle Nummern werden von Blau.de übernommen. So der Idealfall. Hat sicherlich auch in den meisten Fällen geklappt, hier aber nicht. Mit der Abschaltung des Simyo-Teilnetzes wurde die Nummer abgeschaltet, aber unter Blau.de aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht mehr aktiviert.
Symptomatisch: Da es sich um reine Online-Anbieter, also internetbasierte Unternehmensmarken handelt, gibt es keine menschlichen Ansprechpartner, keine beschreitbaren Wege, um besondere Kundenanliegen zu kanalisieren, die nicht den vorgegebenen Standardfragen im FAQ-Bereich zuzuordnen sind. Zumal man aufgrund der missglückten Umstellung nun gar kein Kunde mehr ist, da die Nummer nun als nicht vergeben bezeichnet wird. Guthaben ist auch erstmal verloren, da die Nummer weg ist bzw. gesperrt sein soll. Lost in Transition …
Kosteneinsparungen durch den immer weiter gehenden Abbau oder Verzicht auf Servicepersonal und eine 100%ige Abhängigkeit von einer Online-Infrastruktur können letztlich zu harten Kunden- und Umsatzverlusten führen. Auch wenn normalerweise ein Geschäft standardisiert abläuft, ist eine Netzzusammenlegung halt ein sensibler Vorgang, dem man vielleicht etwas mehr Beachtung hätte schenken sollen.

Montag, 3. Oktober 2016

Kulturelles

In der Schule hat man ja immer viel auswendig gelernt, ja? Bei euch auch? Wir mussten oft Gedichte auswendig lernen, dann vor der Klasse vortragen. Wie brave Papageien haben wir die heruntergebetet, ohne Sinn und Verstand. Kommt einem heute irgendwie seltsam vor oder?
Die Liebe zur Poesie wurde da in einem Kind bestimmt nicht geweckt, indem man es zwang, irgendwelche Verse auswendig zu lernen, für die man in dem Alter eh keine Antenne hat. Interpretation war ja weitgehend vorgegeben.  Ich mag auch heute noch keine Gedichte.
Vieles war auch politisch motiviert, klar, und dann diese beknackten Kampflieder erst im Musikunterricht.
Eine Stelle in einem bekannten Lied ging so:
 ... der Flügelmann im letzten Glied, 
mit Stahlhelm und MPi, 
als Melker der Genossenschaft, 
betreute er das Vieh....

Refrain : Gute Freunde, gute Freunde in der Volksarmee
Sie schützen unsere Heimat
zu Land, zur Luft und auf der See, juchhee


Haha.... weiter kenn ich den Text nicht mehr. Irre, wa?
Schwer, davon als Kind keine bleibenden Schäden zurückzubehalten.
Gesungen klingt das natürlich viel bessser, richtig schneidig.

Dienstag, 27. September 2016

Fragen

Wie hoch ist die Lebenserwartung von Schmetterlingslarven, die mitten in ein Termitenvolk geraten? Oder die eines Schafs, das in eine Schlangengrube springt oder sich einem Wolfsrudel anschließen möchte?

Welche Rolle spielen junge, vorzugsweise weibliche Gesichter für untergehende Ex-Volksparteien und das dortige Karteileichenklientel? Man betrachtet sie als hübsche Larven oder? Ja, kein Problem. Warum sollte man sich die Zugkraft junger Larven nicht zu Nutze machen? Doch aus einer Larve wird irgendwann eine Puppe. Was erhofft sich denn nun eine Larve im Termitenbau? Klar, sie will sich einnisten, sich dann von innen nach außen durchfressen und schlüpfen. Da könnte die Larve auch die Rechnung ohne ihren Wirt gemacht haben. Was, wenn gefräßige Insekten erkennen, dass sie sich ein Kuckucksnest ins Ei gelegt haben? Quatsch, umgekehrt natürlich (ist schon spät :-). Oder auch mal völlig frei und trans- bzw. interdisziplinär in den Raum gefragt: Was würden Vertreter dieser seltsamen kalifornischen Schneckenart denken, die von parasitär lebenden Trematoden befallen und allmählich von innen aufgefressen werden? Ganz langsam, nach und nach werden diese Schnecken zombifiziert, sie fressen und leben fremdgesteuert noch lange weiter. Leben die noch wirklich? Klar, aber wie bewusst? Alternativloses Weiterkriechen ist angesagt. Weiter, weiter, nur nicht anhalten. Immer schön der Schleimspur des Vordermanns folgen, nicht ausrutschen.

Donnerstag, 15. September 2016

xxx

Irgendwann in den späten 70ern lief die Serie "Kung Fu" mit David Carradine. Kennt die noch jemand? Ach nee, da wart Ihr bestimmt noch nicht auf der Welt. Na, jedenfalls der unvergessene David Carradine aus dem Schauspieler-Clan der Carradines hat da einen chinesischen Mönch auf seinen Wanderungen durch die USA zur Zeit des Wilden Westens verkörpert ...
Na ja, aber was wollte ich schreiben ... ach so, ja.
Der Shaolin-Mönch namens Kwai Chang Caine gab in der Serie u.a. immer fernöstliche Weisheiten zum Besten. In einer Folge, als er längere Zeit in einer Stadt gelebt hatte, das war wohl San Francisco, sagte er sinngemäß: "Wenn du sehr lange an einem Ort verweilst, dann kommt die Welt zu dir."
Und das kommt mir immer in den Sinn. Ich lebe ja schon recht lange in Berlin.

Dienstag, 30. August 2016

Tomaten

Reiche Tomatenernte dieses Jahr. Cool. Von drei eingetopften Balkonpflanzen hab ich bestimmt schon 20 reife Tomaten gepflückt, und vorgestern hab ich noch mal über 30 grüne gezählt. Insgesamt werden's also bestimmt über 50. Mal sehen ... So viele hab ich noch nie als Ausbeute von nur drei Balkonpflanzen gesehen. Scheint wenigstens, was die Tomatenernte angeht, ein Rekordjahr zu werden. Nja, vielleicht liegt's auch an der Sorte. Kann sein, die Pflanzen aus den letzten Jahren waren kleinwüchsiger, so wie hier auf dem Foto. Die diesjährigen werden größer, eine Pflanze ist riesig; schmecken auch sehr gut, aromatisch, leicht säuerlich. Tja ja, geht nichts über heimische Tomaten.

Donnerstag, 18. August 2016

Auszeit

Mal zur Abwechslung wieder etwas aus der Kategorie "Was hier alles so kreucht und fleucht"

Und die gewichtige Hummel ist auch immer mal wieder gern zu Gast. Stichwort: Hummel-Paradoxon :-)