Samstag, 9. März 2019

ebay-Kleinanzeigen

Wenn man sich gelegentlich auf dem privaten Kleinanzeigenmarkt tummelt, muss man in Berlin relativ schmerzfrei und abgestumpft sein. Ansonsten ist der Fremdschämeffekt selbst bei so schambefreiten Leuten wie mir garantiert. Nicht eingehaltene Absprachen, unwürdiges Gefeilsche, unhöfliche bis freche Zuschriften, neandertalartige Verhaltensweisen usw. usf. Von Pünktlichkeit mal gar nicht zu reden, weil pünktliches Erscheinen eh voll nazi ist. Bei jedem neu geschalteten Inserat, das ein paar Reaktionen erfährt, bekommt man das Panoptikum menschlicher Schwächen, Zumutungen und Unverschämtheiten aufs Neue zu spüren, die volle Dröhnung sozusagen - nur wenn man Pech hat natürlich, aber wie schon andernorts gesagt, hat man öfter Pech als Glück - bekanntlich landet unsere Salami-, Käse- oder Erdnussbuttertoastschnitte öfter mit der belegten Seite nach unten auf dem Boden als umgekehrt. Noch schlimmer: Nach oben hin zur Zimmerdecke fällt sie nie, immer auf den dreckigen (ockerfarbenen) Boden. Ein Effekt, über dessen Gründe auch die Faktenchecker der ARD bereits lange spekuliert haben, ohne zu einem allgemein akzeptierten Ergebnis zu kommen. Fakt ist, dass es so ist, wie es ist, und dass man das nicht instrumentalisieren darf - so das gängige Fazit. Muss aber zugeben, dass derlei Enttäuschungen auf dem Kleinanzeigenmarkt auf mich wie eine belebende kalte Dusche zur rechten Zeit wirken, denn negativ erlebte Vorkommnisse bewahren dich - Überlebensfall mal vorausgesetzt - davor, ein gefährliches, weil zu großes Grundvertrauen zu deinen Mitmenschen aufzubauen. Meistens bleibt's ja im Großen und Ganzen folgenlos, als lehrreiche Erfahrung verbuchen und gut ist's ... Danke dafür. Ich bin einfach zu nett, zu gut für diese Welt - erweist sich immer wieder - so was ist gar nicht gut - merkt's euch, Leute ...

Mittwoch, 6. März 2019

Ach so, Titel des Beitrags fehlt ...



Köln-Klettenberg, 27.7.28

Sehr geehrtes Fräulein Celbrück!

Zu Ihrem morgigen frohen Namensfeste entbieten wir Ihnen die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Gott gebe Ihnen noch recht viele, viele Jahre in bester Gesundheit und froher Berufsarbeit und vor allen Dingen im lieben Beisammensein mit Ihrem sehr verehrten (unleserlich, heißt eventuell: lieben Mütterlein). Was könnte ich Ihnen noch mehr wünschen? Herzlichste Grüße an Sie und Ihre Frau Mutter, Ihr (unleserlich) und Familie

Gut? So fehlerfrei und ausdrucksstark konnten normale Leute vor fast 100 Jahren noch schriftliche Glückwünsche formulieren. Geht doch runter wie Butter. „Zu Ihrem morgigen frohen Namensfeste entbieten wir Ihnen die herzlichsten Glück- und Segenswünsche.“ Kurz und knapp geschrieben, aber klingt schön und liest sich glatt. Ich hab sogar mal eine Feldpostkarte aus der Zeit des 1. Weltkriegs in die Hände bekommen, auf der der Absender seine Sätze gereimt hat, also den ganzen Mitteilungstext in witzigen Reimen verfasst hat. Na ja, zurück in die Gegenwart. Hier und jetzt spielt die Musik: Heutzutage bekommt man zum Geburtstag per WhatsApp ein paar grinsende Smileys nebst einem kopierten Bildchen mit vorgefertigtem Text aus dem Internet gesendet oder ein paar holprige, dahingeworfene Wortbrocken; wenn man Glück hat, sind die wenigstens fehlerfrei … Sic transit gloria mundi …Okay, okay, bin ja selbst auch nicht besser, nicht viel jedenfalls … auch eins der schrecklichen Kinder der Neuzeit - so heißt übrigens auch ein Buch vom ollen Sloterdijk, hmm, das müsste irgendwo auch hier herumliegen ...

Glass

Kurz notiert: Eine klare antilinke und antiglobalistische Botschaft vermittelt ein Hollywood-Blockbuster, den ich letztens im Kino sah. Ich meine den Film „Glass“ (mit Bruce Willis und Samuel L. Jackson), der in die Kategorie der Superhelden-Filme gehört. Vordergründig geht es um einen Showdown zwischen einem positiven und negativ aufgeladenen Superhelden, organisiert und eingefädelt von einem kriminellen Superhirn, gespielt von Samuel L. Jackson – er ist also der dritte Superheld (in diesem Film) mit einer übermenschlichen Inselbegabung. Jeder dieser Helden besitzt eine anders geartete Schwachstelle bzw. Achillesferse, durch die er verletztlich ist.
Es gibt nun aber, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, eine (globalistische) Geheimorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Superhelden weltweit, also auch jene, die das Böse bekämpfen, zu eliminieren oder unschädlich zu machen, d. h. notfalls zu töten. Das Ziel dieser elitären und mächtigen Organisation besteht somit in der Schwächung und Nivellierung der Fähigkeiten der Menschen auf niedrigem Niveau. Superhelden, also Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, insbesondere eben solche, die selbstlos für das Gute eintreten und die Kriminalität bekämpfen, wie es der Held David Dunn (bereits bekannt aus „Unbreakable“; gespielt von Bruce Willis) tut, stören die Kreise dieser Geheimorganisation, die seit vielen Generationen (auf der ganzen Welt) sog. Superhelden aufspürt und tötet bzw. neutralisiert und sich somit dem (links zu verortenden) Ziel einer universellen Gleichmacherei der Menschheit verschrieben hat ... Außergewöhnlich begabte Menschen sollen ihrer individuellen Superfähigkeiten beraubt werden, (um mutmaßlich von Vertretern dieser ominösen Geheimorganisation „demokratisch“ beherrscht werden zu können).
Neben dem Gott des globalisierten Finanzkapitals darf es keine lokal verwurzelten Helden mit außergewöhnlichen Fähigkeiten geben, die ihren Mitmenschen Hoffnung geben und sie im Kampf gegen das Böse, d. h. gegen Mörder, Verbrecher, kurzum Kriminelle der übelsten Sorte anführen und unterstützen könnten. Der Film vermittelt letztlich unterschwellig folgende Botschaft: Gleichmacherei der Gesellschaft bedeutet Schwächung der selbigen - das (teuflische) Ziel linker Globalisten. Es gibt aber (immer wieder neue) starke, mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattete Menschen (filmisch durch diese Superhelden symbolisiert), die unterschiedslos, ungeachtet ihres Tuns oder Trachtens von globalistischen Kreisen als Bedrohung angesehen werden. Die (potenziellen) Helden, die den Menschen helfen und Leben retten könn(t)en, sind unter uns und müssen sich ihrer Fähigkeiten nur bewusst werden. Elitäre globalistische Kreise, die die Menschen unter der Knute des Finanzkapitals halten wollen, möchten die Bewusstseinsbildung des starken, wehrhaften, (in seiner lokalen Umgebung verwurzelten) Menschen verhindern ...
So habe ich den Grundgedanken des Films interpretiert. Gut, kann man natürlich auch einfach als nette Unterhaltung ansehen.

Samstag, 2. März 2019

Karneval

Unerträglich und grässlich finde ich ja die Faschings- oder Karnevalszeit. Kann ich gar nichts mit anfangen. Okay, Kinderfasching war ja damals noch witzig; wir haben uns als Cowboy, Indianer oder schwarzer Südseepirat verkleidet - mittlerweile gelten solche Verkleidungen allerdings als "kulturelle Aneignung" und dürften daher wohl unzulässig sein. Aber diese Karnevalsveranstaltungen mit Pappnasen, Kamellen und Büttenreden sind für mich genauso lustig wie die Sichtungen des Clowns Pennywise von Stephan King. Gruselig also ...
Schlimmste Folter sind diese öffentlich-staatlichen Fernsehübertragungen; kann ich keine drei Sekunden lang ertragen; zum Glück gibt's noch keinen Public-Viewing-Zwang. Gequält und bemüht um jeden Preis spaßig sein wollende Saalveranstaltungen mit Rumtata-Gedöns, Lachsalven von der Konserve und politisch korrekte Büttenreden. Nö, denen konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Da hocken und schunkeln verkleidete Trottel herum, denen man an ihren schwitzenden und verkniffenen Gesichtern ansieht, dass sie sich da auch ziemlich unwohl fühlen oder auf jeden Fall schon einige Promille intus haben müssen, um das schmerzfrei zu ertragen. Unterirdisch. Na ja, wer's braucht. Wie dem auch sei, bald ist's ja vorbei.

Freitag, 1. März 2019

Freitag

Heute ist schon wieder Freitag ... Da können Klima-Gretel und ihre minderjährigen Mitläuferinnen wieder unter allgemeinem Beifall der Staatsmedien die Schule schwänzen - für die einzig gute Sache, für die man sich als Lemming gefahrlos engagieren kann ...

Donnerstag, 28. Februar 2019

Kurz angedacht in Sachen Framing ...

Ich schaltete vorhin zufällig in eine dieser Direkt-vor-Ort- oder Leuten-hautnah-begegnen-Sendungen rein, glaub vom ZDF, in denen ein Reporter in irgendeinem Ort versucht, Menschen anzuquatschen und sich deren Lebensgeschichte erzählen lässt. Auswahl muss da ja auch stimmen, muss auch geschnitten werden, damit es noch halbwegs spontan aussieht, aber keine GEZ- oder regimekritische Äußerung über den Sender geht. Schlimmstes Wagnis wäre ja immer, live zu senden. Gut, wirklich live wäre es eh nicht, sondern wahrscheinlich eine kleine Zeitschleife, aber davon ab. Für den Staatsfunk zu arbeiten, muss quälend für die Seele sein, kam mir in den Sinn. Muss einen normalen Menschen krank im Kopf machen, wenn man ständig diesen geistig-moralischen Spagat vollführen muss: Einerseits ist das Wirken des Staatsfunks gegen das eigene Volk gerichtet, die müssen ja ständig die immergleiche Propaganda gegen das eigene Volk unterbringen, man muss den Zuschauern, also den dumpfbackigen Dödels, die man eh verachtet, immer wieder klar machen, wie gut es ihnen doch geht und wie unverdient ihr angeblicher Wohlstand ist angesichts ALL DESSEN ... Okay, es gibt ja eigentlich gar kein Volk, ganz vergessen, jedenfalls kein deutsches. Na ja, sagen wir, die angeschlossene deutsche Gebührenzahlergemeinschaft soll in der Menschheitssuppe aufgelöst werden, wobei man den Rundfunkteilnehmern wiederum dazu mit allen Mitteln der Gerichtsbarkeit steigende Zwangsgebühren abpressen muss, damit die Senderchefs ihre fürstlichen Pensionen beziehen können. Na ja, weiß nicht, sicher macht man sich solche Gedanken dann nicht mehr; die Macht der Verdrängung sollte man nicht unterschätzen. Andererseits muss man den Eindruck eines "Gemeinwohlfunks" vermitteln, der die "Gebührengelder nur verwaltet". So steht's ja in diesem wehlingschen Handbuch. Ein echtes Dilemma, zu dessen Auflösung es "Framing" braucht, quasi die Umdeutung aller Bedeutungen bzw. die Umwertung aller Werte ...