Zuvor kam dies ... Ach, scheiß drauf, muss ich jetzt einfach nochmal einbetten. Sonst war ja nichts weiter. Der Film ist immer noch geil. Wie gesagt, der kam vor 40 Jahren raus, was kaum zu glauben ist oder? Peter Finch hat dafür auch einen Oscar bekommen. Leider war er da schon tot...
Mittwoch, 23. März 2016
Network
Ich träumte gestern, ich wäre der bekannte TV-Moderator Klaus Pritt. Aus irgendeinem Grund entdecke ich plötzlich mein Gewissen und falle aus der mir zugewiesenen Rolle einer systemtreuen Sprechpuppe. Zornig halte ich zur besten Sendezeit eine packende Brandrede gegen Gier, Ungerechtigkeit, Deflation, Inflation, geplante Obsoleszenz und all das andere, na Ihr wisst schon. Zum Schluss schreie ich: Ihr könnt mich alle am Arsch lecken. Lasst mich endlich in Ruhe mit eurer Scheißreligion! und fordere die Zuschauer auf, ihren Unmut laut herauszuschreien ...
Dann merke ich, dass ich gar nicht auf Sendung bin. Man hat mir den Saft abgedreht. Das Programm wird ja immer zeitversetzt gesendet, um notfalls eingreifen und unbotmäßige Äußerungen zensieren zu können. Ich werde zum obersten Rundfunkrat zitiert, entlassen und dann sofort wegen Volksverhexung inhaftiert. Ich plädiere erstmal auf Unzurechnungsfähigkeit.
40 Jahre alt, dieser Film. Peter Finch als Howard Beale.
Dann merke ich, dass ich gar nicht auf Sendung bin. Man hat mir den Saft abgedreht. Das Programm wird ja immer zeitversetzt gesendet, um notfalls eingreifen und unbotmäßige Äußerungen zensieren zu können. Ich werde zum obersten Rundfunkrat zitiert, entlassen und dann sofort wegen Volksverhexung inhaftiert. Ich plädiere erstmal auf Unzurechnungsfähigkeit.
40 Jahre alt, dieser Film. Peter Finch als Howard Beale.
Dienstag, 15. März 2016
Fragen
So einfach und doch irgendwie schwer. Die entscheidende Frage, die man viel zu selten stellt: Was willst du? Genauer: Was willst du wirklich?
Fürchtet man sich vor der Antwort? Will man sie überhaupt hören?
Oder wenn man sich selbst diese Frage stellt: Weiß man das überhaupt so genau? Und doch, man müsste fragen. Nur konsequentes Fragen ist der Schlüssel zum Selbstverständnis, der Weg zum Wissen. Wobei das ja der olle Sokrates schon in der Antike gewusst hat (fiel mir tatsächlich gerade ein)... Okay, also auch keine originelle Erkenntnis am heutigen Tag, ich käue nur schon Gedachtes wieder.
Fürchtet man sich vor der Antwort? Will man sie überhaupt hören?
Oder wenn man sich selbst diese Frage stellt: Weiß man das überhaupt so genau? Und doch, man müsste fragen. Nur konsequentes Fragen ist der Schlüssel zum Selbstverständnis, der Weg zum Wissen. Wobei das ja der olle Sokrates schon in der Antike gewusst hat (fiel mir tatsächlich gerade ein)... Okay, also auch keine originelle Erkenntnis am heutigen Tag, ich käue nur schon Gedachtes wieder.
Sonntag, 13. März 2016
Samstag, 5. März 2016
Fire and Forget
Verflucht noch eins! Habe bestimmt drei oder vier Tage immer wieder mal halbstündlich an einem neuen Posting herumgefeilt, ergänzt, geändert, gestrichen, umgestellt, entnervt aufgegeben, dann doch weiter geschrieben ... nur, um es letztlich doch zu verwerfen, endgültig.
Je länger ich schrieb (vor der zwingend erfolgenden Kürzung waren es vier A4-Seiten), desto weniger gefiel es mir - belanglos, sinnlos, zu geschwätzig und dabei auch nicht gut genug. Schade um die Zeit, denke ich mir dann, in der ich besser etwas gelesen oder sinnvolle Dinge (was auch immer) getan hätte. Ja, Dinge tun - am besten mit den eigenen Händen.
Vor zwei Jahren hätte ich solche Texte vielleicht online gestellt, aber mit der Zeit bin ich wohl auch viel kritischer mir selbst gegenüber geworden. Dahingehend, dass ich ... - na ja, hat jetzt nicht unbedingt mit inhaltlichen oder thematischen, sondern eher schon mit qualitativen Kriterien oder Ansprüchen zu tun. (Nachtrag: Vielleicht war es mir auch nicht wichtig genug; d.h. "zu verbloggende" Themen müssen mittlerweile schon eine gewisse Bedeutung und Originalität haben, sonst wird es nur lauer Aufguss). Da erreicht man vielleicht auch die Grenzen dessen, was ein Blog (in der Außenwirkung) zu leisten vermag.
Der textliche oder literarische Geschmack verändert sich auch. Spürt man intensiver, wenn man selbst etwas schreibt bzw. versucht zu schreiben, glaube ich. Man merkt ja, dass man selbst auch schnell mal gelangweilt ist, wenn man jetzt irgendwo zum hundertsten Male dieselben Metaphern, Pointen oder Postulate liest. Wiederholungen ermüden mich. Der ewige Kreislauf. Alles kehrt letztlich zu seinen Ursprüngen zurück: Asche zu Asche, Staub zu Staub, Raum zu Raum, Leere zu Leere, Nichts zu Nichts ... usw. usf.
---
Am besten funktionieren für mich jedenfalls spontan verfasste Beiträge, die man nach dem altbewährten Fire-and-Forget-Prinzip absetzt, d.h. bei Bedarf oder kreativem Druck schnell in die Tastatur hämmert, ohne zwischendurch groß abzusetzen, und dann online stellen (eben wie eine selbst zielsuchende Fire-and-Forget-Panzerabwehrlenkrakete). Sollte dann halt nur kein Blindgänger sein. Ist ja dann auch interessant zu sehen, ob so ein Ding auch trifft bzw. wo es tatsächlich einschlägt.
Je länger ich schrieb (vor der zwingend erfolgenden Kürzung waren es vier A4-Seiten), desto weniger gefiel es mir - belanglos, sinnlos, zu geschwätzig und dabei auch nicht gut genug. Schade um die Zeit, denke ich mir dann, in der ich besser etwas gelesen oder sinnvolle Dinge (was auch immer) getan hätte. Ja, Dinge tun - am besten mit den eigenen Händen.
Vor zwei Jahren hätte ich solche Texte vielleicht online gestellt, aber mit der Zeit bin ich wohl auch viel kritischer mir selbst gegenüber geworden. Dahingehend, dass ich ... - na ja, hat jetzt nicht unbedingt mit inhaltlichen oder thematischen, sondern eher schon mit qualitativen Kriterien oder Ansprüchen zu tun. (Nachtrag: Vielleicht war es mir auch nicht wichtig genug; d.h. "zu verbloggende" Themen müssen mittlerweile schon eine gewisse Bedeutung und Originalität haben, sonst wird es nur lauer Aufguss). Da erreicht man vielleicht auch die Grenzen dessen, was ein Blog (in der Außenwirkung) zu leisten vermag.
Der textliche oder literarische Geschmack verändert sich auch. Spürt man intensiver, wenn man selbst etwas schreibt bzw. versucht zu schreiben, glaube ich. Man merkt ja, dass man selbst auch schnell mal gelangweilt ist, wenn man jetzt irgendwo zum hundertsten Male dieselben Metaphern, Pointen oder Postulate liest. Wiederholungen ermüden mich. Der ewige Kreislauf. Alles kehrt letztlich zu seinen Ursprüngen zurück: Asche zu Asche, Staub zu Staub, Raum zu Raum, Leere zu Leere, Nichts zu Nichts ... usw. usf.
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Am besten funktionieren für mich jedenfalls spontan verfasste Beiträge, die man nach dem altbewährten Fire-and-Forget-Prinzip absetzt, d.h. bei Bedarf oder kreativem Druck schnell in die Tastatur hämmert, ohne zwischendurch groß abzusetzen, und dann online stellen (eben wie eine selbst zielsuchende Fire-and-Forget-Panzerabwehrlenkrakete). Sollte dann halt nur kein Blindgänger sein. Ist ja dann auch interessant zu sehen, ob so ein Ding auch trifft bzw. wo es tatsächlich einschlägt.
Sonntag, 28. Februar 2016
Fog - Nebel des Grauens
Besagter Film lief vorgestern mal wieder auf irgendeinem Kanal, in den ich zufällig reinschaltete. Ist in der Originalverfilmung von 1980 ein echter Klassiker von John Carpenter: Fog - Nebel des Grauens. Hab ja irgendwie einen Narren gefressen an dem ollen Carpenter (als Regisseur natürlich). Wisst Ihr ja. Zum ersten Mal hab ich den Film noch vor Urzeiten in Schwarzweiß gesehen. Hab mich damals noch richtig gegruselt auf der alten staubigen Couch in unserem kleinen Wohnzimmer. Und ich hasse Staub. Als ich den Film jetzt sah, schien er mir - man ist ja mittlerweile einiges gewöhnt, horrorgestählt und abgestumpft - na ja, der Film wirkte aus heutiger Sicht irgendwie harmlos, fast wie ein Familienfilm. Die Handlung kann ich also als bekannt voraussetzen, ja? Kürzt das Posting schon mal gehörig ab, was wichtig ist, da die Aufmerksamkeitsspanne von Bloglesern kurz ist. Widersprecht nicht, Ihr kennt euch.
Nun ja, wie einige Bewohner dieses kleinen Küstenortes noch 100 Jahre nach einer niederträchtigen, verachtenswerten Tat für die schwere Sünde ihrer Vorfahren mit dem Leben büßen mussten, hat ja einen tiefen moralischen Kern. Klar, ja? Diese Vorväter hatten also ein paar Leprakranke um ihr Gold betrogen und dann ein Leuchtfeuer an der falschen Stelle entfacht, bzw. umgekehrt, also erst haben die mit einem falschen Signalfeuer die Leprakranken auf die Klippen gelockt und am nächsten Tag das dann herrenlose Gold geborgen und zum Wohle der Kirche behalten. Hallo? Ein falsch gesetztes Signalfeuer? Kann auch ein Versehen gewesen sein, wenn sich nicht der damalige Pfarrer in seinem Tagebuch selbst bezichtigt hätte. Nicht zurechnungsfähig? Der leprakranke Steuermann hätte ohnehin dem Signalfeuer der bekanntermaßen schlitzohrigen US-Küstenbewohner nicht blind vertrauen dürfen. Eigenverantwortung zeigen, so lautete das Gebot der Zeit. Aus heutiger Sicht bekäme er versicherungstechnisch sowieso eine Mitschuld zugewiesen, sagen wir 50%, denn er hätte als Schiffslenker immer damit rechnen müssen, dass sich andere Verkehrsteilnehmer auf See und an Land regel- oder rechtswidrig verhalten. Heißt: Man möge sich immer so verhalten, dass man trotz fremden Fehlverhaltens gefahrlos ans Ufer gelangt. Also war's doch eher eine lässliche Sünde, die das Abschlachten der unschuldigen Nachfahren durch Wiedergänger des reichen Leprakranken aus Sicht eines modernen, aufgeklärten Menschen eigentlich nicht rechtfertigt oder? Seht Ihr, selbst Horrorfilme sind heutzutage ungerecht.
Nun ja, wie einige Bewohner dieses kleinen Küstenortes noch 100 Jahre nach einer niederträchtigen, verachtenswerten Tat für die schwere Sünde ihrer Vorfahren mit dem Leben büßen mussten, hat ja einen tiefen moralischen Kern. Klar, ja? Diese Vorväter hatten also ein paar Leprakranke um ihr Gold betrogen und dann ein Leuchtfeuer an der falschen Stelle entfacht, bzw. umgekehrt, also erst haben die mit einem falschen Signalfeuer die Leprakranken auf die Klippen gelockt und am nächsten Tag das dann herrenlose Gold geborgen und zum Wohle der Kirche behalten. Hallo? Ein falsch gesetztes Signalfeuer? Kann auch ein Versehen gewesen sein, wenn sich nicht der damalige Pfarrer in seinem Tagebuch selbst bezichtigt hätte. Nicht zurechnungsfähig? Der leprakranke Steuermann hätte ohnehin dem Signalfeuer der bekanntermaßen schlitzohrigen US-Küstenbewohner nicht blind vertrauen dürfen. Eigenverantwortung zeigen, so lautete das Gebot der Zeit. Aus heutiger Sicht bekäme er versicherungstechnisch sowieso eine Mitschuld zugewiesen, sagen wir 50%, denn er hätte als Schiffslenker immer damit rechnen müssen, dass sich andere Verkehrsteilnehmer auf See und an Land regel- oder rechtswidrig verhalten. Heißt: Man möge sich immer so verhalten, dass man trotz fremden Fehlverhaltens gefahrlos ans Ufer gelangt. Also war's doch eher eine lässliche Sünde, die das Abschlachten der unschuldigen Nachfahren durch Wiedergänger des reichen Leprakranken aus Sicht eines modernen, aufgeklärten Menschen eigentlich nicht rechtfertigt oder? Seht Ihr, selbst Horrorfilme sind heutzutage ungerecht.
Freitag, 26. Februar 2016
Restart the Fire
Ach, wärest du doch wenigstens kalt oder warm! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, muss ich dich ausspeien aus meinem Munde. (Offenbarung 3:15/16)
Kälte wäre okay. Beißender Frost lässt alles erstarren. Aber besser wär's, du würdest brennen, für etwas oder jemanden - lichterloh, heiß, hell und verzehrend. Schlag doch wenigstens einen Funken, und bewahre ihn. Oder zünde die Triebwerke, und flieg los. Was kann schon passieren? Versenge dir nur nicht die Flügel.
Und das andere Feuer? Manchmal vermisst man es, das Feuer in den Augen, den Fenstern zur Seele - halbverspiegelt oder getönt ...
Kälte wäre okay. Beißender Frost lässt alles erstarren. Aber besser wär's, du würdest brennen, für etwas oder jemanden - lichterloh, heiß, hell und verzehrend. Schlag doch wenigstens einen Funken, und bewahre ihn. Oder zünde die Triebwerke, und flieg los. Was kann schon passieren? Versenge dir nur nicht die Flügel.
Und das andere Feuer? Manchmal vermisst man es, das Feuer in den Augen, den Fenstern zur Seele - halbverspiegelt oder getönt ...
Montag, 8. Februar 2016
...
Manchmal glaubt man, etwas tun zu wollen …
Manchmal tun
wir Dinge, die wir besser nicht getan hätten. Manchmal versäumt man es, die
richtigen Dinge zur rechten Zeit zu tun. Manchmal wollen wir Dinge tun, erkennen
aber nicht, dass das Gewollte uns nicht gut tut. Oder wir wissen es und tun es
trotzdem. Und bereuen es vielleicht. Oder wir tun es nicht und bereuen es auch.
Aber wir können vergessen. Manchmal muss man etwas tun. Müsste man. Aber wir
tun, was wir tun. Solange wir atmen. Jeder von uns.
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