Montag, 3. August 2015

Zum Geschreibsel

So jetzt hab ich noch zwei Kurzgeschichten fast fertig, die ich morgen hoffentlich über Bookrix (http://www.bookrix.de/-ac75a926dc67645/) einstellen werde. Ich werde sie diesmal in die Kategorie SF einstellen, da sie da auch irgendwie besser reinpassen als in die Kategorie für (belletristische) oder schmonzettenhafte Kurzgeschichten.
Also in diese Mini-Storysammlung nehme ich noch meine letzte Story "Ignition Mode" mit hinein, die ich letztens aus den ebook-Portalen rausgenommen hatte. Na ja, von der hatte ich mir irgendwie mehr Resonanz bzw. überhaupt mehr Downloads versprochen, da ich sie im Gegensatz zu meinem sonstigen Geschreibsel sogar für recht gelungen hielt, aber okay, okay. Ich will mal nicht zu vermessen sein. Bin ja mal gespannt, wie es diesmal aufgenommen wird, na ja, oder ob meine Spinnereien überhaupt noch jemand lesen tut ähm liest, meine ich....
Interessant auch, ist mir auch erst kürzlich aufgefallen, dass viele Leute (auch Bekannte, Freunde) doch noch so stark an gedruckten Büchern hängen, dass sie ebooks von vornherein ablehnen. Gut, ich mag Papierbücher auch, aber ebooks sind halt eine wirklich sinnvolle und dazu noch papiersparende Alternative bzw. ein Veröffentlichungskanal, der allen offen steht. Und das Lesen auf nem guten e-Reader ist echt eine Wohltat.
Dann ist auch gedanklich erstmal alles rausgepresst, was bei mir momentan so in der Pipeline schmorte; ich muss mich auch eh auch mal wieder mehr auf andere Dinge konzentrieren...

Dienstag, 21. Juli 2015

Anthologien


Anthologien sind echt nicht mein Ding. Waren sie eigentlich noch nie. 
Für mich oft nicht nachvollziehbar wird scheinbar willkürlich zwischen Buchdeckel gepresst, was nicht zusammenpasst. 
Muss ich mir mal in der mir eigenen schonungslosen Ehrlichkeit eingestehen. Ich dachte zwar, ich könnt es mal wieder probieren – vielleicht bin ich ja ein anderer Mensch geworden, der mittlerweile die "literarische Vielfalt" zu schätzen gelernt hat, aber nee, falsch gedacht. (spätere Anm.: Quatsch, das stimmt eigentlich nicht, denn ich mag durchaus verschiedene Genres u. viele Autoren.) 
 Man liest manche Autoren gern, andere mag man eben nicht. Da hilft es eben nicht, alle in einen Topf zu werfen und umzurühren. Seit langer Zeit hab ich mir mal nämlich wieder ein richtiges Buch gekauft. Ja, auch so Leute wie ich lesen noch Bücher aus Papier. Gebraucht zwar, aber sonsterdings so gut wie neu. Quasi ungelesen, die Vorbesitzerin lebte wohl in einem katzenfreien Nichtraucherhaushalt (wie öde), sie hatte nur mal reingeblättert, was mich nebenbei gesagt schon hätte misstrauisch stimmen müssen. Es handelte sich nämlich um die „repräsentativste europäische SF-Anthologie aller Zeiten“. In der Tat, so großspurig war es im Klappentext angepriesen. Okay, im Klappentext wird fast immer geflunkert, übertrieben und gelobhudelt, aber trotzdem – diese Enttäuschung reiht sich ein in die größten Enttäuschungen meines Lebens – derzeit müsste sie wohl etwa an Position 1.400 meiner ewigen Enttäuschungsliste rangieren! Also schon mal niederschmetternd. Titel: Eine Trillion Euro – herausgegeben von Andreas Eschbach, der auch die gleichnamige erste Story beisteuerte. Der Name Eschbach hat ja bekanntlich Zugkraft. Kann man vielleicht als Entschuldigung gelten lassen? Von den 17 Geschichten fand ich drei wirklich ziemlich gut (Andreas Eschbach, Marcus Hammerschmitt und Wolfgang Jeschke), zwei oder drei weitere fand ich okay, also eher mittelmäßig, aber mit dem Rest bin ich nicht warm geworden. Die meisten Geschichten der europäischen Autorengilde waren teilweise derart konfus oder auch lahm, dass ich mich eben gewundert habe, warum jemand so qualitativ unterschiedliche Texte für veröffentlichungswürdig erachtet. Ansichtssache?  Ich Idiot habe eh keine Ahnung? Ja, kann sein. Sicherlich löblich und gut gemeint, einen Querschnitt durch die moderne europäische SF-Szene aufzuzeigen. So weiß ich nun, um welche Autoren ich ggf. einen Bogen machen werde, wenn deren Werke wider Erwarten ins Deutsche übersetzt werden sollten. Wenn das die besten europäischen SF-Storys "aller Zeiten" aus Europa sein sollen (was sie definitiv nicht sind), dann gute Nacht. Aber eine Anthologie ist eine Anthologie ist eine Anthologie…

Montag, 20. Juli 2015

Gedankenstütze

Mephisto (in Faust, der Tragödie erster Teil): "(Ich bin) ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft." (Ergo: Böser Wille kann letztlich Gutes bewirken bzw. das, was in böser Absicht geschieht, wird in etwas Gutes umschlagen.) -> Hegelsche Dialektik

Samstag, 18. Juli 2015

...

Die Wahrscheinlichkeit einer Schämbezeugung bzw. des behaupteten Schämens (z.B. für die eigene Regierung, Nationalität oder andere Diskussionsteilnehmer) seitens der in einer Online-Diskussion unterlegenen Partei nähert sich im Verlauf einer Diskussion stets Eins.
Maxx'sches Gesetz (abgeleitet von Godwins Gesetz)

Freitag, 17. Juli 2015

Twitter

Mit Twitter wollte ich mich auch irgendwann mal eingehender befassen. Im Grunde ist Twitter völlig sinnlos, für mich zumindest. Ist aber faszinierend zu erleben, wie Twitter immer wieder eingesetzt wird, um Shitstorms zu entfachen, um Empörung zu schüren, z. B. in den Fällen, die mir gerade einfallen: D. Nuhr, T. Hunt, Th. Neger oder RvR.
Stichwort: Empörungsmanagement - dafür scheint es das wirksamste Tool zu sein.
Seltsamerweise wäre ein Twitter-Shitstorm aber eigentlich ein Sturm im Wasserglas - wer würde es im Normalfall schon bemerken, wenn eine Handvoll Leute ihre Tweets absenden? Lass sie doch twittern, niemand liest das. Ich kenne jedenfalls niemanden, der Twitter nutzt. Ja, ich würde es auch nicht bemerken, wenn nicht ab und zu auf einer Website ein Tweet aus der Redaktion eingefügt würde oder die Systemmedien ständig Twitter-Meldungen zitieren würden und ihnen eine lächerlich überhöhte Bedeutung beimessen würden... In Talkshows lesen Twitter-Tussis mit ernster Miene Twitter-Meldungen vor. Es wird so der Eindruck erweckt, Twitter bilde die öffentliche Meinung oder die "Stimme des Volkes" ab. Bullshit. Viele lassen sich davon beeindrucken, dabei ist es - denke ich jedenfalls - tatsächlich nur ein harter kleiner Kern von Aktivisten, die dort Kampagnen lostreten.
Wenn man die künstlich entfachte Empörung nicht aus Angst oder Sensationsgier aufgreifen und replizieren würde, wär es ein Fliegenschiss.

Samstag, 11. Juli 2015

Mark Knopfler

Mark Knopfler hats immer noch drauf. Konnte mich diese Woche in Berlin selbst davon überzeugen. Einfach stark! Diese Gitarrensoli! Ach ja, auch die guten alten Songs der Dire Straits wieder mal gehört.

Bei der Gelegenheit suchte ich auch mal nach älteren Aufnahmen. 
Die beste Live-Aufnahme ist m. E. diese hier von 1983 - Alchemy: Dire Straits Live (in London).
1983! Die Zeit!!!

Dienstag, 30. Juni 2015

Geschwafel

Endlich hab ich mal dieses blöde Zählmodul im Citronimus-Blog rausgeschmissen und durch ein komplexeres Plugin ersetzt. Der alte Beitragszähler hatte mich schon lange genervt, weil ich das Zählmodul nicht zurücksetzen konnte. Offensichtlich war die Statistik auch immer durch irgendwelche Bots oder automatische Requests verfälscht. Keine Ahnung, der Zählerstand war jedenfalls nicht plausibel. Der Beitrag über den jungen Kim Jong-un stand da auch wacker immer an erster Stelle.
Ich möchte jetzt auch mal im Blog generell etwas umräumen. Alle anderen Kinder haben ordentliche Blogs, nur bei Maxx sieht's aus wie Kraut und Rüben. Generisch, auch altbacken. Hmm, genau so wie ich bin. Aber es erfüllt seinen Zweck zu 100%. Letztlich kommt's mir nur auf die Texte und deren Verwaltung an. Mit der Funktionalität bin ich daher vollauf zufrieden. Werde aber auf jeden Fall mal ein anderes Theme installieren/ausprobieren. Vielleicht sollte ich bei Gelegenheit auch auf eine höhere Wordpress-Version umsteigen (nach entsprechendem Backup/Datenexport natürlich). Derzeit nutze ich Wordpress 3.5. Andererseits, wie heißt es so schön in der IT: Never change a running system. Also, so wie ich Zeit und Muße habe, kann es mal sein, dass das Blog drüben unter Citronimus.de zeitweise offline ist.
Ach "Muße" ist übrigens auch ein tolles Wort, ja? Sollte ich viel häufiger gebrauchen. Bedeutet ja nicht nur, dass man freie Zeit hat, sondern dass man genau in der richtigen geistigen Verfassung bzw. in einer gesetzten Stimmung ist und dass innerliche Ruhe eingekehrt ist.

Freitag, 26. Juni 2015

Uber-ragendes Konzept

"Uber" bietet Vermittlungsleistungen an und versucht nebenbei, mittels einer "Entprofessionalisierung" einst professionell geregelter Dienstleistungen einen ganzen Markt im Sturm zu übernehmen sowie nebenbei - reguläre Arbeitsverhältnisse zu atomisieren. Dem Kunden wird hier ein Vorteil suggeriert, der jedoch allein darauf basiert, dass geregelte Erwerbsverhältnisse aufgespalten und "trivialisiert", d.h. in einen Zuverdienst-/Hobby-Sektor überführt werden. Qualifizierte Taxifahrer verlieren Umsätze und Einkünfte, während sich Privatanbieter ein gelegentliches Taschengeld hinzuverdienen. Okay, die schlechter bezahlten und nebenberuflich agierenden Uber-Fahrer sind dann aber bestimmt ganz viel freundlicher, ausgeruhter und serviceorientierter als die miesepetrigen Taxikutscher. Der Kunde gewinnt aber gar nix - letzten Endes ist's doch nur so, dass der eigentliche Leistungserbringer nicht mehr dem Kunden 100%ig verbunden ist, sondern von einem zwischengeschalteten US-Vermittlungskonzern voll abhängig sein wird. Und letztlich existiert auch Uber nur, weil es vom Google-Konzern und politisch bestens vernetzten Equity Fonds gestützt wird. Welches Unternehmen kann sich leisten, einen Mann wie David Plouffe als Lobbyisten zu engagieren, den Ex-Wahlkampfstrategen von Obama? Doch ein gutes Beispiel dafür, wie allmählich politischer Druck auf Regierungen aufgebaut wird, um widerstrebenden Volkswirtschaften elendsfördernde US-Geschäftsmodelle aufzuzwingen - die "Uberisierung" als Blaupause zur Zerschlagung und Übernahme ganzer Branchen in saturierten westlichen Ländern - einzige Wachstumsmöglichkeit auf ansonsten gesättigten Weltmärkten.

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Oma hat sonntags immer einen Kuchen gebacken. Der Kuchen hatte eine grob vorgegebene, definierte Größe, die durch die zur Verfügung stehende Menge der Zutaten begrenzt war. Der Kuchen wurde also mit der Zeit nicht mehr größer, klar ja? Was hätte also der böse Nachbarsjunge tun können, der Appetit auf Kuchen bekam - als Außenstehender hatte der ja eigentlich kein Anrecht auf ein Kuchenstück, d.h. der hatte es sich nicht verdient? Der hätte sich doch sagen können: Ich geh rüber und biete mich der Omi als Kuchenvermittler an - alle sind begeistert. Sodann nehme ich mir also erstmal ein gutes Stück vom leckeren Apfelkuchen und erkläre den anderen, wie toll das ist, wenn sie sich um den Rest nicht prügeln müssen, sondern ich vermittle/verteile den Rest an Sie "fair". Ich strecke den Restkuchen natürlich etwas, streue auch ein paar Sägespäne drauf und oben drauf etwas billige Sprühsahne, damit's nicht ganz so auffällt. Jetzt wird zwar keiner von der Familie mehr satt, und der Magen drückt zuweilen, aber alle freuen sich, dass es kein Gezänk mehr um die Kuchenverteilung gibt, da der Vermittler seine Sache so gut macht. Zusätzlich zum Staat natürlich, der letztlich auch nichts anderes tut, als sich ein Kuchenstück abzuzwacken.